Social als Revolution
Geschrieben von: Reinhard Karger in (Inter)nationale Beziehungen, ITvia Shira Abel
Tags: Social Revolution
Archiv für die Kategorie: “(Inter)nationale Beziehungen”Ausserhalb und in der EU
Nov
20
2009
Social als RevolutionGeschrieben von: Reinhard Karger in (Inter)nationale Beziehungen, ITvia Shira Abel Tags: Social Revolution“Too big to fail” ist eben einfach zu groß. U.S. Rep. Paul E. Kanjorski findet die richtigen Worte an der richtigen Stelle für die richtige Initiative: Was zu groß ist, sollte kleiner sein. Kleine Banken, kleine Probleme; werden die Banken zu groß, werden die Probleme zu groß. Viel Erfolg, Rep. Paul E. Kanjorski! Tags: Finanzkrise, Finanzmarkt, Rep. Paul E. Kanjorski, TBTF, Too big to fail
Okt
10
2009
Kapitalismus neu konfigurierenGeschrieben von: Reinhard Karger in (Inter)nationale BeziehungenDer Beitrag fehlt seit Monaten: “Kapitalismus reloaded”, das neue Buch von Michael Best, erschienen Ende September 2009 im FAZ-Verlag rechtzeitig zur Frankfurter Buchmesse. Eine echte Empfehlung: Sehr gut lesbar und kenntnisreich, präzise und umfassend, fokussiert dabei auf Finanzen und Wirtschaft, weder eingebildet noch geblendet von aktuellen Problemen, gestrigen Versprechungen oder sozialromantischen Hoffnungen, frei von globalistischem Überschwang und ohne protektionistisches Fieber. “Ich finde, es hat keinen Sinn, wenn wir uns nach dem Debakel an den Finanzmärkten mit Abscheu und Empörung vom Kapitalismus abwenden. Wir sollten lernen, ihn besser zu verstehen und verantwortlicher mit ihm umzugehen. Wie Kapitalismus und Kapitalmärkte der Zukunft aussehen werden, ob sie uns dienen oder ob sie uns gefährden, das liegt ganz bei uns.” (S. 7) Und endet mit einem verständlichen Plädoyer: Michael Best, Jahrgang 1956, ist in Saarbrücken geboren und studierte Volkswirtschaftslehre an der Universität des Saarlandes. Sympathisch in “Kapitalismus reloaded” - neben Sprachfluss und Wortwahl - ist, dass Best mehr vorlegt als ein journalistisches Buchprojekt, dass er aber auch nicht den Weltökonomen gibt, dessen Stunde nun geschlagen hat. Best ist kein Wirtschaftsbesserwisser, sondern ein kenntnis- und faktenreicher Kopf und als Autor eine Freude, der die Luft aus verbalen Finanzblasen lässt, Himmelsstürmerei vermeidet und ernsthaft ist. Die Konsumenten müssen sich intensiver mit dem Finanzmarkt beschäftigen; die Aufsicht muss sich durch Intelligenz Respekt verschaffen und Gier ist zwar natürlich, braucht aber eben gerade deshalb kulturelle Handschellen. Nach der Lektüre ist man schlauer, nachdenklicher, urteilsfähiger, realistischer. Intuitiv wünscht man Michael Bests “Kapitalismus reloaded” möglichst viele Leser, denn Wirtschaft wird weiter den Weltwohlstand befördern und Wissen kommt vor Verständnis. “Mit dem Kredit ist es wie mit dem Rotwein”, schreibt Michael Best am 29.09. im manager magazin. hrOnline.de hat Michael Best interviewt, 15.09.09. Das Buch ist aktuell - aber manches geschah nach der Veröffentlichung. Z.B. tagten die G20 in Pittsburgh und einigten sich auf ein Bündel von Maßnahmen im Leaders’ Statement: The Pittsburgh Summit, 24.-25. September 2009. Mittlerweile scheint auch eine weitere Einigung erzielt: die Bundesbank erhält Bankenaufsicht in Deutschland und wird diese Aufgabe von der BaFin übernehmen. Tags: Börsendebakel, Finanzkrise, Kapitalismus, Wirtschaft
Okt
02
2009
Saarbrücken feiert die Deutsche EinheitGeschrieben von: Reinhard Karger in (Inter)nationale Beziehungen, KlassikerKnapp 20 Jahre nach dem Mauerfall feiert Deutschland 2009 den Tag der Einheit am 2./3. Oktober in Saarbrücken - Steamtalks feiert mit - auch das DFKI ist an mehreren Orten vertreten. Das Programm ist umfangreich, alle Bundesländer sind dabei. Im Saarlandzelt “Wirtschaft, Innovation, Wissenschaft” (Bahnhofstraße zwischen Saturn und Starbucks) werden Lösungen, Chancen, Perspektiven präsentiert. Auf der Ideen-Bühne spreche ich mit Gästen, Ausstellern und Passanten (Programm, Fr. 2.10., 15:00 - 21:00; Sa., 3.10., 12:00 - 21:00 Uhr). Informationen rund um das Ereignis: Überblick im “Einheitsportal” Eingerichtet wurde auch ein offizieller Twitteraccount.
Sep
07
2009
Liebesgeschichte KapitalismusGeschrieben von: Reinhard Karger in (Inter)nationale BeziehungenAb 12. November in deutschen Kinos, der neue Film von Michael Moore: Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte - Capitalism: A Love Story. Ich erwarte nicht wirklich neue Erkenntnisse, aber gute Unterhaltung und interessante Einblicke: Wenn schon die Wirtschaft fast zusammenbricht, kann man wenigstens eine unterhaltsame Doku bekommen - das Geld ist weg, die Bilder bleiben. Tags: AIG, Finanzkrise, Geldschmelze, Michael Moore, Wall Street
Apr
09
2009
Proportionally suitable, fittingly fairGeschrieben von: Reinhard Karger in (Inter)nationale Beziehungendict.leo.org findet 29 unmittelbare englische Treffer für das deutsche “angemessen”. Geht man die Übersetzungen durch, konkretisieren sich sprachlich die Dimensionen von “angemessen”, die wir bearbeiten, verstehen, berücksichtigen müssen. Und wir werden müssen:
Mrz
12
2009
Krisenhumor und AnschauungsunterrichtGeschrieben von: Reinhard Karger in (Inter)nationale Beziehungen
Feb
22
2009
Avraham Burg über Israels ChancenGeschrieben von: Reinhard Karger in (Inter)nationale BeziehungenLesenswert das Interview im Spiegel (Nr. 9.09, S. 114) mit Avraham Burg - früher Sprecher des israelischen Parlaments - über den Nahen Osten und sein aktuelles Buch “The Holocaust is over. We must rise from its ashes.” Im Web führt er ein sehr interessantes Gespräch (Video/Text) mit Amy Goodman and Juan Gonzalez, Democracy Now. Es ist zu hoffen, dass Avraham Burgs Ansichten in Israel Mehrheiten finden: “Let’s move forward. Let’s create a better tomorrow. And then one day we shall revisit the past. I don’t want to argue about the past so much, because I become hostage of the yesterday’s genies, rather than becoming a liberated person or liberated nation or liberated region. And that’s what I’m looking for.” Tags: Avraham Burg, Democracy Now, Former Speaker of the Israeli Parliament, Israel
Feb
12
2009
ARRA: Kompromiss mit Kompromiss bei “Buy American”Geschrieben von: Reinhard Karger in (Inter)nationale BeziehungenDer American Recovery and Reinvestment Act, ARRA, liegt in einem zwischen US-Senat und Repräsentantenhaus abgestimmten Kompromiss vor. Aber was steht drin? Viel. Beeindruckend die Informationspolitik. Aktuelle Versionen und frühere Fassungen sind zugänglich: Read the Stimulus. (Allerdings scheint der tatsächliche letzte Kompromiss noch nicht online zu sein.) Was ist im Senat aus “Buy American” geworden? Die ursprüngliche Formulierung wurde in dem vom Senat verabschiedeten Bill abgeschwächt, ist aber immer noch enthalten. Im Kontext “Buy American” gilt jetzt wohl: “This section shall be applied in a manner consistent with United States obligations under international agreements.” (SEC. 1604). Tags: American Recovery and Reinvestment Act, ARRA, buy american, Obama
Feb
05
2009
Stahlfrage ist NagelprobeGeschrieben von: Reinhard Karger in (Inter)nationale BeziehungenDer Plan nennt sich “American Recovery and Reinvestment Act of 2009“. Ein guter Plan. Verstimmung und beträchtliche internationale Auseinandersetzungen wird es um “SEC. 1110. USE OF AMERICAN IRON AND STEEL” geben - für Obama kaum zu gewinnen. Die Stahlfrage wird zur Nagelprobe. SEC. 1110. USE OF AMERICAN IRON AND STEEL. Zur generellen Regel werden einige Ausnahmen angeführt. Aber im allgemeinen wird ein Handelszaun errichtet und gesetzlich verankert, wird nicht die Zusammenarbeit gesucht, soll nur US-Amerikanischer Stahl für US-Amerikanische Brücken verbaut werden dürfen. Das sind keine guten Nachrichten für Kanada, für Europa, für die Weltwirtschaft. “Buy American” ist keine gute Idee. Wäre es nur eine Imagekampagne: Verständlich ist der Appell an die Bürger, beim Kauf doch auch über den Herstellungsort nachzudenken und nur Produkte des eigenen Landes zu kaufen. Aber SEC. 1110. USE OF AMERICAN IRON AND STEEL ist keine Empfehlung zur Einkaufkultur, sondern bindendes gesetzgeberisches Handeln, einklagbar, vertraglich relevant. Obama müßte einlenken, im Dialog klarstellen, im Konsens mit den G20-Partnern bleiben, nicht kurzfristige Scheinkonjunktur mit Schulden erkaufen und den Welthandel nachhaltig stören. Konfrontation und Protektion sind aktuell wenig hilfreich. Protektionismus ist ein sich selbst verstärkender und im Ergebnis für alle schädlicher Prozess. Handelsbarrieren beginnen einseitig, sind ansteckend, schwächen Wettbewerb, damit Innvovationsintensität und Zusammenarbeit. Es geht, aber es geht nur gemeinsam. Und SEC. 1110 einfach wieder streichen. Tags: American Recovery, buy american, ObamaUnwahrscheinlich schon, aber Obama beginnt seine Perspektiven als Prioritäten in seinem gesetzgeberischen Handeln zu konkretisieren. Es hört sich nachdenklich an, wirkt nachdrücklich, “Now is the time to make the tough choices.” Z.B. erlaubt er Kalifornien die Einführung strengerer Standards für PKW-Verbrauch, eröffnet so die Chancen eines Innovationswettbewerbs, den es seit Jahren schon hätte geben können. Einmal von der Seite der Chance betrachtet, könnte nun folgendes geschehen: Investition in Innovation - Arbeitsplätze durch grüne Energiepolitik - Überfällige Reduktion von Treibhausgas - Größere internationale Glaubwürdigkeit - Gegenseitiges Vertrauen - Globale Zusammenarbeit. Die Chance ist da. Jetzt müsste noch ein wenig Glück dazu kommen. Tags: Obama, von der Seite der Chance betrachtet
Jan
25
2009
Als würden Taten folgenGeschrieben von: Reinhard Karger in (Inter)nationale BeziehungenWöchentlich will Barack Obama ein Video zu seiner Arbeit und seinen Plänen veröffentlichen - immer samstags Presidentcast. Der erste ist da; Obama spricht von seinen Plänen und Zustimmung ist ihm sicher: Das 825-Milliarden-Dollar-Programm wird erst noch verabschiedet und in konkrete Maßnahmen übersetzt werden müssen. Aber dann würde die Öffentlichkeit die weitere Entwicklung, die Mittelverwendung in einer beispiellosen Offenheit nachverfolgen können auf Recovery.gov. Die Spannung steigt. Noch sind es Worte. Es sieht so aus, als würden Taten folgen. Tags: Obama, Presidentcast, Recovery and Reinvestment Plan, wöchentliche Ansprachen
Jan
23
2009
Transparenz, Teilhabe, gemeinschaftliches HandelnGeschrieben von: Reinhard Karger in (Inter)nationale Beziehungen, Glück!Hoffnungen kann man wecken. Transparenz, Teilhabe und gemeinschaftliches Handeln als Regierungsstil kann man versprechen. Ungewohnt detailliert und präzise beschreibt Obama - gerade drei Tag im Amt - den Anspruch, den wir an ihn und seine Regierungszeit werden stellen können. Das White House Web entwickelt sich zu einem Ort interessanter Gedanken. Government should be transparent. Und wenn dann Taten folgen, sind alle beeindruckt. Ich glaube und hoffe, es geht weiter, wie es beginnt.
Jan
20
2009
Change has come to WhiteHouse.govGeschrieben von: Reinhard Karger in (Inter)nationale BeziehungenUnmittelbar nach der Amtsübernahme ist die neue White House Webseite zugänglich: |