“… dass Männer und Frauen sich nur deshalb unterschiedlich verhalten, weil sie von der Gesellschaft dazu erzogen wurden.” Der Spiegel, 1, 30.12.06, S. 27.
Ein ganzer Artikel zu Gender Mainstreaming und unklar, ob der Autor das Thema kurios oder katastrophal findet, mir wird ganz schummrig vor Enttäuschung: Nein, nicht nur Gesellschaft oder Erziehung, nicht nur erlernt oder erzwungen. Männer und Frauen anders sind!
Ehrlich. Weiss das nicht jede Frau, jeder Mann? Erst recht jede Mutter, jeder Vater? Sicher war die Frage vor 30 Jahre sinnvoll; es wurde analysiert und diskutiert. Oder wirkt der demographische Wandel? Alle Eltern heutiger Grundschulkinder durchlebten in ihrer Kindheit oder Jugend die Debatten der 60ger und 70ger oder deren Ergebnisse - Worte zuerst - aber als sie selber Kinder hatten, mit geschärftem Bewusstsein und wenig verstellt von Vorurteilen, dafür mit eigener Erfahrung: Jungen und Mädchen verhalten sich unterschiedlich. Sie tun es! Warum auch nicht?
Fördermittel? Gender Mainstreaming Abteilungen? Für Entfaltung brauchen wir Freiheit und den aufrechten Gang - und nicht für alle den gleichen Eintopf. So aber kann eine endlose Scheindiskussion geführt werden, wie denn alles gleich sein kann, sein sollte. Und es wird nicht darüber gesprochen, wie es sein könnte. Wie es sein könnte, das glückliche Leben, das Glück im beginnenden 21. Jahrhundert!

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31. Dezember 2006 an 01:46
Das ist alles Teil einer langfristig angelegten Strategie. Die bereiten uns vor - auf das Klonzeitalter. Alle gleich. Elektronische Musik, Espresso aus Pads, kein Sex.
Danach - nur noch Maschinen; gar keine Humanoiden mehr. Künstliche Intelligenz. Wasserdicht und immer gut drauf.
1. Januar 2007 an 16:28
Zum Konzept “Gender Mainstreaming” hatte es in der FAZ am 7.9.06 (S.8) einen ausgesprochen aufschlußreichen und gut recherchierten Artikel von Volker Zastrow: “Der kleine Unterschied”.
Dort wird auch ausführlich auf den im Spon erwähnten Fall des von Money verstümmelten Jungen in den USA eingegangen - es kann einem schlecht werden, wenn man das liest. Es ist nicht zu glauben, aber auf den “Forschungsergebnissen” dieser Leute basiert Frau von der Leyens Frauenpolitik.
2. Januar 2007 an 13:15
Der “kleine Unterschied” hat große Folgen - glücklicherweise. Gleichberechtigung ist wichtig, Geschlechter-Gleichschaltung fatal.
Männer und Frauen können sich in Deutschland frei entfalten - ich dachte immer, das wäre das Ziel gewesen - also, wo ist das Problem?
Zu wenig Frauen studieren Maschinenbau! Aber nicht, weil sie nicht können, nicht sollen, nicht dürfen - ich denke, weil sie nicht wollen. Warum aber studieren Männer gerne Maschinenbau, Brückenbau, Informatik? Woher kommt das Interesse? Anerzogen? Oder geht es um Kopfgeburten als Ersatz für Gebärfähigkeit - da wären wir bei einer Folge des “kleinen Unterschieds”. Ich hoffe, die Brücke hält.