Eigentlich schade,

aus Benno, dem politischen Magazin von Männern wird nichts - “bitte schalten Sie Ihre Lautsprecher ein”:

… aber andererseits sehr lustig, die Anzeigen- und Webkampagne von Alice Schwarzer und Emma für “30 Jahre Emma” (die Ladezeit ist vielleicht etwas überproportioniert). Nur zustimmen kann ich ihr nicht: Mann könnte “Benno” gut gebrauchen oder “Bernd”, nicht nur “Emma” oder “Brigitte”.

UPDATE: und zur Vollständigkeit: Emma hat sich die Kampagne einiges kosten lassen mit Anzeigen und passenden Motiven im Spiegel, 18.12., und in der Brigitte, 19.12., - weitere habe ich noch nicht gefunden -und berichten auch in Emma selber:

Über Technorati findet man dann auch Blogs, die schnell waren, aber vielleicht nicht gründlich. Ansonsten gibt es eher weniger Feedback als ich erwarten würde, denn unterm Strich ist es lustig, humorvoll, hintergründig und erfrischend!

UPDATE 2: Herrlich, übrigens auch die auf der Anzeige angegebene Infonummer: 0711 - 72 522 72 mit einer Ansage von Alice Schwarzer:

“30 Jahre Emma statt 0 Jahre Benno.”

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27 Antworten zu “Doch kein “Benno, das politische Magazin von Männern””
  1. Kristof sagt:

    In dem momentan vorherrschenden Gleichberechtigungswahn könnte es tatsächlich passieren, dass die “Rechte” der Menschen männlichen Geschlechts an der einen oder anderen Ecke ein wenig unterdrückt werden…

    Ich habe selbstverständlich - und das sollte ich dann lieber doch erwähnen, bevor meine Worte in den falschen Hals geraten - nichts gegen die Gleichberechtigung von Mann und Frau… Aber $FRAU sollte sich dann bitte darüber im Klaren sein, dass sie dann auch mal selbst die Getränkekisten in den Keller schleppen muss, beim Umzug nicht nur in der Ecke stehenbleiben und den männlichen Umzugshelfern beim Schleppen des Sofas zuschauen darf und es zu unterlassen hat im Sitzen zu pinkeln. Wir (Männer) bekommen dann sicherlich auch gerne die Kinder…

  2. Cyander sagt:

    Für die Einen heisst das Thema Gleichberechtigung; andere machen aus gleichen Rechten auch gleiche Rollen, das ist ein Missverständnis und eine Sackgasse.

    Alice Schwarzer setzt sich für Frauenrechte ein und dabei wünsche ich Ihr jeden Erfolg - aber mal ehrlich: Wo genau haben Frauen und Männer in Deutschland nicht die gleichen Rechte?

    Frauenrechte und Männerrechte sind Menschenrechte; da ist der Boden sicher. Frauenrollen und Männerrollen sind Teile der Kultur; darüber müssen wir reden.

    Nur bitte sollte aus wichtiger Gleichberechtigung und wünschenswerter Chancengleichheit nicht Rollengleichheit abgeleitet werden. Ich bin für Salz und für Pfeffer!

  3. Kristof sagt:

    Die Sache ist ja nur leider die, dass eben viele Frauen Feministinnen mitlerweile dazu übergegangen sind, Rollengleichheit anstelle von Gleichberechtigung zu “predigen”, was mich ja auch zu obigen ironischen Anspielungen verleitet hat.

    Weiterhin sind Frauen- und Männerrollen nicht nur Teile der Kultur, sondern auch in gewisser Hinsicht evolutionsbedingt ;-)

  4. Cyander sagt:

    Natur ist gegeben; Kultur wird gemacht und unterliegt Moden. Aktuell denken Männer zu wenig über Männerrollen nach - oder wenn, dann zu defensiv.

  5. Kristof sagt:

    Was wären denn für Dich die “neuen Männerrollen”, über die Mann nachdenken sollte?

  6. Cyander sagt:

    Neu ist nicht immer besser! Was sind Rollen?
    Immer wieder herrlich: Wikipedia:

    Die Soziale Rolle ist ein dem Theater entlehnter Begriff der Soziologie und Sozialpsychologie, der die Gesamtheit der einem gegebenen Status (z. B. Mutter, Vorgesetzter, Priesterin etc.) zugeschriebenen kulturellen Modelle darstellt (Definition nach Linton). Dazu gehören insbesondere vom sozialen System abhängige Erwartungen, Werte und Verhaltensweisen (→ Rollenerwartungen), die an den die entsprechende Position einnehmenden Akteur gestellt werden.

    Wie oben gesagt: Ich bin für Salz und für Pfeffer. Was heisst das? Also lass uns anfangen und sammeln. Vorschlag: jeweils drei Aussagen:

    Männer sind… (und das sollte erstmal nicht heissen: Frauen sind nicht…):

    Männer wollen verstehen.
    Männer wollen Probleme lösen.
    Männer akzeptieren Belastungen.

  7. Kristof sagt:

    Männer wollen beschützen.
    Männer sind zielorientiert.
    Männer suchen den Wettstreit.

  8. Cyander sagt:

    Männer übernehmen Verantwortung.
    Männer wollen ausreden.
    Männer suchen Herausforderung.

  9. Chrisfried sagt:

    Männer sind keine Frauen.
    Männer sind nicht alle gleich.
    Männer sind nur die halbe Wahrheit.

  10. Cyander sagt:

    Männer wollen gewinnen.
    Männer sind initiativ.
    Männer wollen Macht.

  11. Djee sagt:

    Männer wollen benno!

  12. Cyander sagt:

    Da war noch was.

    Foto: Steamtalks
  13. Chrisfried sagt:

    Männer lassen nicht ausreden.
    Männer wollen dominieren.
    Männer wollen blonde Dummchen.

  14. Cyander sagt:

    Männer sind die eine Seite der Medaille.
    Männer sind kleinkariert.
    Männer wollen auf die andere Seite des Monds.

  15. Kristof sagt:

    Männer wollen mit Respekt behandelt werden.
    Männer wollen stark sein.
    Männer wollen jammern.

  16. Clemens sagt:

    Mamaaaa! Papaaaa! Gottseidank schreien Kinder noch die alt bekannten Vokabeln. Nach gehörten Aussagen mancher Frauen ließe sich folgendes Szenario ableiten:

    Mama? Papa?

  17. fettomat sagt:

    Ich studiere Maschinenbau, und erlebe es öfters das Frauen bei der Vergabe von Jobs oder Auslandsaufenthalten bevorzugt werden, weil man eben die Quote aufbessern will. Ob deren Leistung dann immer besser ist als die der männlichen Mitbewerber steht auf einem anderen Blatt.

  18. Cyander sagt:

    @fettomat
    Ich habe sehr selten den Eindruck, dass Frauen wirklich einen Quotenbonus haben. Ich kann mich auch nicht wirklich an einen Männermalus erinnern. Dann waren die Leistungen dieser Frauen eben tatsächlich besser, warum nicht? Natürlich sind die Leistungen von Frauen manchmal oder vielleicht auch immer öfter besser als die Leistungen von Männern. Das ist erwartbar und ich sehe es ganz sportlich.

  19. Oder brauchen wir doch “Benno”? at Steamtalks sagt:

    […] Plötzlich war ich mir nicht mehr ganz so sicher, ob Benno nicht doch eine wertvolle Ergänzung des Medienspektrums wäre. […]

  20. Anja sagt:

    Was seid Ihr denn für absolute Voll-Spacken?? redet groß über Gleichberechtigung, und sogar, dass Eure Rechte “unterdrückt” werden (wo denn?), und vergleicht das dann damit, dass Frauen angebloich bei Umzügen nichts tragen. (?????) Wieviel macht Ihr denn im Haushalt (ausser den Müll runtertragen, und beim Umzug einmal im Leben das Sofa tragen?), ihr verdient per Geschlcht mehr als Frauen, und nicht weil Ihr besser arbeitet oder besser qualifiziert seid. Ihr zahlt viel weniger bei Krankenkassen und Rentenvorsorge.etcetcetcetcetc. Jetzt könnt Ihr mit Eurem “Gedicht” weitermachen, und Euch gegenseitig vorhalten, wie toll doch die Männer in Wirklichkeit sind.

  21. Cyander sagt:

    @Anja
    Was bist Du denn für eine Giftgurke? Ja, ich mache viel, arbeite lange, lese den Kindern vor, zahle Steuern, baue schon mal ein Gartenhaus und bügel morgens die Hemden - das ist aber gar nicht das Thema!

    Interessant vielmehr ist: Wenn Chancengleichheit nicht Rollengleichheit heissen soll/muss, wie sehen die unterschiedlichen Rollen dann aus?

  22. Anja sagt:

    Hallo!
    Habe gerade erst gesehen, daß mein Blog hier verlinkt ist.
    Dazu muß ich sagen: natürlich bin ich gründlich, soll heißen, ich verlinke in meinem Blog keine Seiten, auf denen ich nicht vorher war. Habe also gewußt, daß die EMMAs hinter Benno stecken.
    Aber da mein Blog von gewissen Herrschaften (”Maskulisten”) “überwacht” wird, konnte ich mir es natürlich nicht verkneifen, sie im Sinne von EMMA ein bißchen zu veräppeln.
    Anja
    P.S.: Die Anja vom 28.1. war übrigens _nicht_ ich! Kann ja nix dafür, daß “Giftgurken” denselben Vornamen haben wie ich.
    Danke übrigens für das Wort “Giftgurken”! Kannte ich bisher noch gar nicht, wird aber sicher irgendwann mal Verwendung in meinem Blog finden!;)

  23. Cyander sagt:

    @Anja (lesenstattputzen)
    Sorry, ehrlich gesagt, hatte ich Dir den Kommentar vom 28.01. mental zugeordnet. Übrigens “Giftgurke” war eine spontane Neuschöpfung, nachdem ich Anjas Kommentar gelesen hatte.

    Zu Benno: Ich hatte Spass! Frage: Die Idee war wirklich gut, die Umsetzung prima, aber der mediale Widerhall wirklich gering. Warum eigentlich?

  24. Anja sagt:

    Hallo Cyander!
    Kein Problem wegen der falschen Zuordnung, das war sicher einer von der Überwacherfront, die haben anscheinend nix Besseres zu tun…*schulterzuck*
    Mir ging es eher um die “Rehabilitation” meines Blogpostings, das Du hier verlinkt hast!
    Und natürlich fand ich Deinen Neologismus einfach nur klasse und mußte ihn natürlich sofort verbraten…;)
    http://anja-lesenstattputzen.blogspot.com/2007/02/frau-lernt-nie-aus.html
    Zu Benno:
    Einige Reaktion finden sich hier:
    http://www.emma.de/forum.html?&view=single_thread&cat_uid=4&conf_uid=34&thread_uid=81&page=1
    Was das Medienecho angeht: da bin ich der falsche Adressat Deiner Frage, muß ich sagen. Ich lese die EMMA und den Spiegel, habe keinen TV und schaue nur n-tv übers Internet.
    Aber im Internet, speziell in gewissen Foren (die ich hier bewußt nicht verlinke…;)) gab es schon Echo…und was für ein Aufschlußreiches!
    LG von
    Anja(lesenstattputzen)

  25. Cyander sagt:

    Hallo Anja,
    bei neuen Worten werde ich an Dich denken. Deine Links habe ich verfolgt. Ja, es gibt einige Kommentare bei EMMA und zwar 16. Ich hätte deutlich mehr Mediengeräusch erwartet und hätte es der Kampagne, Alice Schwarzer, EMMA, der Agentur und unserer Diskussionskultur gegönnt.

    Alles Beste
    Cyander

  26. Jennifer sagt:

    Gerade die unterschiedlichen Rollenerwartungen an Geschlechter, im Englischen “gender” (im Gegensatz zu “sex”) machen einen Großteil der Unterdrückung von Frauen (und auch Männern, die sich diesen Dogmen nicht unterordnen möchten) aus und es kann ja eigentlich nur im Sinne von Chauvinisten sein dies zu biologisieren und die täten sich damit auch nicht unbedingt in allen Bereichen einen Gefallen. Viele Dinge, die wir im Alltag als vermeintlich natürliches Verhalten wahrnehmen, sind nichts weiter als von frühester Kindheit an trainierte Verhaltensweisen, die entweder auf direkter Erziehung oder - wie sicherlich in den meisten Fällen - auf Imitation beruhen.

  27. Daddy25 sagt:

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