Archiv für April 2006

In einer glücklichen Gesellschaft möchte ich leben, in Übereinstimmung, mit Familien und Teams, mit Zielen und gemeinsamen Wegen, energetisch und erfolgreich - die höchsten Werte: der Mensch, das Leben. Und, bitte ohne heilige Bücher.

Denken und handeln müssen wir eigenverantwortlich und sollten wissen, warum wir etwas tun oder lassen. Religion ist Privatsache und jeder mag an etwas oder auch nicht glauben. Aber sicher sein sollte ich mir des Fundaments der Gesellschaft: Sicher kann ich nur sein, wenn ich etwas weiss und also sollte das Fundament aus dem Diesseits kommen und nicht das Jenseits voraussetzen. Gott mag es geben, aber für unser Tun sollten wir die Maximen in uns suchen, finden, sprechen: Die letzten Gründe liegen im moralischen Gefühl des Menschen.

Die Gesellschaft ist öffentlich, nicht privat, wir müssen unsere gesellschaftliche Moral offenlegen und begründen und die letzten Gründe nennen: Wir lieben die Menschen; wir lieben das Leben.

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In was für einer Gesellschaft wollen wir leben?

Wer sind wir?
Woran glauben wir?
Was verbindet uns?
Was trennt uns?
Was fasziniert uns aneinander?

In was für einer Gesellschaft wollen wir leben?
Wir brauchen Ihre Antworten, Ihre Ideen
und konkrete Projekte.
Machen Sie mit.

Ein neuer Tag, ein neues Leben,
ein neues Spiel mit neuen Regeln.
Ich seh Dich an und kenn Dich nicht.
Du siehst mich an und kennst mich nicht.
(Musik: “Zwei Fragen” von Klee)

Den Spot findest Du hier.

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Manchmal sollte man unbedingt fernsehen, toll, ein kurzer Spot zu einer Initiative, die wir wirklich brauchen: Die Gesellschafter. Eine Idee der Aktion Mensch mit der Frage:

In was für einer Gesellschaft wollen wir leben?

Die Auftaktveranstaltung war am 11.03.2006. Ich hatte bis gestern noch nichts davon gehört.

Was wäre meine Antwort: Ich möchte gerne in einer glücklichen Gesellschaft leben.

Bemerkenswert die Rede von Heribert Prantl: Rede von Heribert Prantl, Leiter der innenpolitischen Redaktion der Süddeutschen Zeitung, die er auf der Auftaktveranstaltung des Gesellschafter-Projekts am 11. März 2006 in Berlin gehalten hat.

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Sehr geehrter Herr Platzeck,

zuerst das Leben, dann die Politik. Also ist Gesundheit wichtiger. Ich verstehe Sie sehr gut.

Im Spiegel (15/2006) las ich Ihren Beitrag und es war eine Freude, das erste Mal seit langer Zeit wieder die eigentliche Frage im Mittelpunkt zu sehen:
In welcher Gesellschaft wollen wir leben?

Ich hoffe, dass Sie auch weiter diese Frage in die öffentliche Diskussion tragen können. Denn viel Gespräch gibt es um die Teile, kaum eines dreht sich um das Ganze.

Aber erst, wer seine Ziele kennt, kann sinnvoll die Richtung diskutieren. Und wir kennen unsere Ziele nicht mehr - also brauchen wir eine Diskussion über die Gesellschaft, die wir wollen. Danach wird man lange über den Weg politisieren können.

Mit den besten Wünschen

Reinhard Karger

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Bloggersdorf stirbt aus; das Medium Weblog hat seinen Hype hinter sich.

…und sage nachher keiner, er hätte es nicht gewusst…

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Joe Zawinul (geb. 1932!) hat’s noch drauf. Letzten Samstag besuchte ich ein Konzert: Joe Zawinul & The Zawinul Syndicate, “Vienna Nights” Tour 2006.

Wie immer fummelte der 74jährige im ersten Drittel des Konzerts immer wieder an seinen Keyboards und Effektgeräten herum, um letzte soundtechnische Feinoptimierungen vorzunehmen. „Sounds per minute“ scheint immer noch seine Devise zu sein. Joe Zawinul wirkt wie ein Junge, der zu Weihnachten ein Keyboard bekommen hat und jetzt alle Sounds probiert. Überhaupt klingt die Musik oberflächlich gehört manchmal recht zufällig.

Das ist auch nicht weiter verwunderlich, wenn man sich die Truppe genauer anschaut. Ein Perkussionist, der Gitarrist und die Sängerin sind Brasilianer, der Drummer kommt aus NY, der andere Perussionist kommt aus Marrakesh, der Bassist aus „Ozeanien“. Zawinul selbst ist Wiener…

Bass, Drum und Perkussion treiben die Musik voran, der Gitarrist spielt extrem kurze Notenwerte; zwischendrin haucht die tanzende Brasilianerin verheißungsvolle Texte, über diesem Gerüst probiert Zawinul neue Sounds aus und ruft immer mal wieder vocoder-verfremdete fremdsprachliche Weisheiten ins Geschehen.

In der Mitte des dritten Stücks wurde mir klar, dass die Musik hochgradig arrangiert ist (z.B. hochkomplexe Unisonoparts von Keys und Bass), dass alle Musiker tolle Virtuosen sind und dass der Reiz gerade in diesem Stilmix aus Muezzin, Fado, 70er Orgelsounds, Santanaperkussion und Incognito-Bass liegt. Sehr gutes, intensives Konzert.

Hör ma rein!
oder hier

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