
Sehr schöne Tradition:
Cafe Sospeso (ital.: „Aufgehobener“): Ein Espresso für einen guten Zweck - „C´e un Sospeso?“ hört man es täglich in den Kaffeebars von Neapel rufen. Das bedeutet „Gibt es einen Aufgehobenen?“ und liegt begründet in einer alten neapolitanischen Tradition des Helfens.
Das Prinzip: Hatte man einen schönen Tag, ist ein gutes Geschäft gelungen oder man möchte einfach einen sozialen Beitrag leisten, bestellt man einen „Sospeso“. Das heißt, man trinkt einen Espresso und bezahlt zwei. Kommt dann jemand vorbei, der sich aufgrund seiner Armut keinen Espresso leisten kann, fragt dieser nach dem „Aufgehobenen“ und kann ihn kostenlos trinken. So können auch Menschen, denen es schlecht geht, am sozialen Leben teilhaben.
In Italien legt die jeweilige Kommune den Maximalpreis eines Espresso an der Bar (”Al banco”, also im Stehen) fest. Erst wenn man seinen Espresso im Sitzen einnimmt, kommt eine Servicegebühr hinzu.

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23. November 2005 an 13:06
In manchen Dingen, wie z.B. Zusammenhalt,Hilfbereitschaft und sozialer Umgang miteinander, sind uns die Italiener um Längen voraus.
Durfte ich auf Sardinien zum Glück erfahren. Ansonsten hätte ich mit meiner Freudin auf der Straße übernachten müssen.
23. November 2005 an 20:12
Ja, der Italiener wird ja gerne mal unterschätzt…
Festzuhalten bleibt, dass sich allgemein die Hilfsbereitschaft oft umgekehrt proportional zum Reichtum verhält.
5. Dezember 2005 an 00:16
[…] Cafe Sospenso - vielleicht sollte man das mal den führenden Etablissments im Viertel vorschlagen? […]
12. Januar 2006 an 14:14
.. Für manche Gasthäuser im Viertel wäre das vom Prinzip her ´ne gute Idee.
„C´e un Sospeso?“ .. Früher sagte man in Napoli, dass bei einem bestellten Kaffee (Espresso) gleich zwei entstanden: Der, der bezahlt wird, und der für den armen Tropf, der wohl gleich die Tür reinkommen wird..
Auf einer der “napoletanischen Steamtalks-Seiten” heißt es, dass dieser alte Brauch so gut wie ausgestorben sei. Schade.
25. Juni 2009 an 10:47
Wunderbare Idee!! In Hamburg hat das jetzt ein Café im Karolinenviertel (Masser&Matthies, Karolinenstraße) übernommen. Dort bekommt man nun auch den “Sospeso”.
Ich habe mich entschieden, diese Tradition bei meinen Lieblingslokationen (Kneipe und Café) ins Gespräch zu bringen. Wie wär’s: Macht ihr mit? Dann wird sich “C’e un Sospeso?” vielleicht auch in Deutschland etablieren. Liebe Grüße aus Berlin.
28. Februar 2011 an 14:43
[…] von Euch schonmal von einer solchen Sache in einem Caf in unseren Breiten gehrt? Gefunden unter Digitale Bourgeoisie Cafe Sospeso (Man soll ja die verwendeten Quellen immer angeben) Cafe Sospeso (ital.: Aufgehobener): Ein […]